Junge Frau hinter dem Verkaufstresen in Café-Bäckerei

Berufliche Bildung

Sie suchen Rat rund um Ihre berufliche Bildung? 


Bewerbung

Die schriftliche Bewerbung ist Ihre erste Hürde auf dem Weg zum neuen Arbeitsplatz. Zu einer kompletten Bewerbungsmappe gehören: Bewerbungsanschreiben, Lebenslauf und Foto sowie Kopien von (Arbeits-)Zeugnissen.

Besonders wichtig - und schwierig - ist es, eine individuell gestaltete Bewerbung zu entwerfen. Schreiben Sie eine Bewerbung, die speziell auf Ihre Qualifikationen und Stärken eingeht. Zur Vorbereitung machen Sie sich eine Liste Ihrer beruflichen Stationen.

  • Welche Aufgaben und konkreten Tätigkeiten gehörten zu Ihrem Verantwortungsbereich?
  • Welche Fähigkeiten und Neigungen haben Sie dabei ausgeprägt?

Ein Blick in Ihre Zeugnisse erleichtert Ihnen diese Erinnerungsarbeit. Außerdem haben Sie auch während der Familienphase Fähigkeiten entwickelt. Wenn Sie Kindergeburtstage gut organisieren können, fällt Ihnen auch die Organisation von Geschäftsempfängen leicht.

 Bei einer Bewerbung auf eine Stellenanzeige schauen Sie sich die dort genannten Anforderungen genau an. Begründen Sie glaubhaft, inwieweit sie diese erfüllen, indem Sie kurze Beispiele aus Ihrem Werdegang aufführen. Und schildern Sie, weshalb Sie sich gezielt bei dem Betrieb bewerben.

  • Ist die Website interessant aufgebaut?
  • Haben Sie von einem guten Betriebsklima, vielleicht sogar von familienfreundlichen Maßnahmen gehört?

Ihre Bewerbungsunterlagen sollen sich von denen der Mitbewerber/innen positiv abheben und in kurzer, klarer Form das für Ihre Beurteilung Wissenswerte enthalten.

Zeigen Sie Ihre Bewerbung anderen: Vier Augen sehen mehr als zwei.

Die Beratungsstellen FRAU & BERUF unterstützen Sie bei der Erstellung Ihrer Bewerbungsmappe und geben Tipps zur Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch. Außerdem helfen wir Ihnen bei der Erarbeitung einer Initiativbewerbung und der Recherche passender Arbeitgeber.

  • Jürgen Hesse, Hans-Christian Schrader: Das große Hesse/Schrader Bewerbungshandbuch
  • Christian Püttjer, Uwe Schnierda: Die Bewerbungsmappe mit Profil für Um- und Aufsteiger

Weiterbildung

Qualifizierung ist heute in jeder Lebens- und Arbeitsphase ein Thema. Aktuelle Qualifikationen sind so wichtig wie nie zuvor.

Sie wollen aktiv werden, wir informieren Sie darüber…

  • welche Fortbildung für Sie sinnvoll ist.
  • ob es eine Qualifizierung auch in Teilzeit gibt.
  • wo eine bestimmte Weiterbildung angeboten wird.
  • welche Voraussetzungen für Ihre angestrebte Tätigkeit verlangt werden.
  • welche Fördermöglichkeiten bestehen.

Sie sind noch unentschlossen? Hier finden Sie zunächst einen Überblick Ihrer Möglichkeiten: Ein Netzwerk für Berufe von A - Z  berufenet.arbeitsagentur.de


Teilzeitausbildung

Immer mehr Unternehmen sind bereit, Teilzeitauszubildende in die bestehenden betrieblichen Strukturen zu integrieren. Denn: Mit der Ausbildung in Teilzeit investieren Betriebe in die Sicherung ihrer Fachkräfte.

Rechtliche Grundlage

Es gibt zwei zeitliche Modelle:

  1. Ohne Verlängerung der Ausbildungsdauer: Die Arbeitszeit beträgt einschließlich des Berufsschulunterrichtes mindestens 25 Wochenstunden.
  2. Mit Verlängerung der Ausbildungsdauer (6 oder  12 Monate): Die Arbeitszeit beträgt einschließlich des Berufsschulunterrichtes mindestens 20 Wochenstunden.

Der Berufsschulunterricht findet bei beiden Modellen in Vollzeit statt und wird pro Unterrichtstag mit einem  Fünftel der Wochenarbeitszeit angerechnet. 

Wer kann das machen? 

Eine Teilzeitausbildung kann absolvieren, wer ein  „berechtigtes Interesse“ hat. Ein berechtigtes Interesse liegt vor, wenn

  • Kinder zu betreuen oder Familienangehörige zu  pflegen sind
  • während der Ausbildung eine Schwangerschaft  eintritt
  • eine anerkannte Einschränkung (z.B. Schwerbehinderung) oder
  • vergleichbare schwerwiegende Gründe vorliegen (z.B. zeitliche Einschränkung bei Leistungssportler*innen).

Ist eine Teilzeitausbildung  in allen Berufen möglich?

Die Teilzeitberufsausbildung ist in allen Ausbildungsberufen des dualen Systems (Betrieb und Berufsschule/ Berufsfachschule) möglich. In vielen Bereichen, insbesondere im Gesundheitswesen, in Verwaltung, Wirtschaft und Handel gibt es bereits positive Erfahrungen. 

So kann es gelingen!

Eine gute Planung ist entscheidend, denn eine Ausbildung in Teilzeit ist alles andere als eine halbe Sache.

FRAU & BERUF entwickelt gemeinsam mit Ihnen einen Fahrplan 

  • zur Organisation der Kinderbetreuung 
  • zum Ausbildungsmarkt in der Region und zu Angeboten, die zu Ihren Fähigkeiten und Vorstellungen passen 
  • zur richtigen Form der Bewerbung 
  • zu Möglichkeiten der  Finanzierung des Lebensunterhalts während der Ausbildung 
  • zu fachlichen und finanziellen Förder­ und Unterstützungsangeboten und nennt Ihnen die wichtigsten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Ihren künftigen Ausbildungsplatz in Teilzeit.